Weniger Netto nach dem Wechsel in die PKV?

Ritzerfeld & Partner GmbH
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Beim Wechsel von der gesetzlichen in die private Krankenversicherung (PKV) freuen sich viele zunächst über die individuell anpassbaren Leistungen und oft niedrigere Beiträge. Doch die Überraschung folgt oft schon auf der ersten Gehaltsabrechnung: Das Nettoeinkommen sinkt, die Lohnsteuer steigt. Wie kann es sein, dass ein Tarifwechsel, der eigentlich sparen sollte, plötzlich zu einem geringeren Einkommen führt? Der Grund dafür liegt in der steuerlichen Absetzbarkeit von PKV-Beiträgen, die sich stark von der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) unterscheidet. In diesem Artikel erfahren Sie, warum der Steueranteil nach dem PKV-Wechsel steigt und wie Sie steuerliche Nachteile durch eine gezielte Tarifwahl und eine gute Planung minimieren können.

PKV: Beitrag, Leistungen und Steuer

Die private Krankenversicherung (PKV) bietet Ihnen die Möglichkeit, den Versicherungsschutz ganz individuell zu gestalten – von Basisleistungen bis hin zu umfassenden Komfortleistungen wie Chefarztbehandlung und Einbettzimmer. Anders als in der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) richten sich die Beiträge in der PKV jedoch nicht nach dem Einkommen, sondern nach dem gewählten Leistungsumfang und individuellen Gesundheitsfaktoren. Diese Flexibilität hat allerdings steuerliche Konsequenzen, denn nur die sogenannten Basisleistungen sind voll absetzbar, während Komfortleistungen nicht steuerlich berücksichtigt werden. Das bedeutet: Je umfangreicher die gewählten Zusatzleistungen, desto geringer fällt der absetzbare Anteil des PKV-Beitrags aus, was zu einer höheren Lohnsteuer führen kann. Werfen Sie deshalb einen genauen Blick auf den Zusammenhang zwischen Beitrag, Leistung und steuerlicher Abzugsfähigkeit, um die Auswirkungen auf Ihr Nettoeinkommen besser zu verstehen.

Sind die Beiträge zur GKV steuerlich absetzbar?

Die Beiträge zur gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) sind in Deutschland vollständig als Vorsorgeaufwand steuerlich absetzbar, abzüglich eines kleinen Anteils für das Krankentagegeld. Das bedeutet, dass Sie die GKV-Beiträge in der Steuererklärung angeben und dadurch Ihre Steuerlast senken können. Dieser Vorteil entsteht, weil die GKV-Beiträge gesetzlich als Grundabsicherung gelten und daher vollständig absetzbar sind. Damit ermöglicht die GKV eine direkte Steuerentlastung, die beim Wechsel in die PKV in dieser Form meist wegfällt.

Sind die Beiträge zur PKV steuerlich absetzbar?

Ja, die Beiträge zur privaten Krankenversicherung (PKV) sind grundsätzlich steuerlich absetzbar, allerdings nur anteilig. Dabei wird zwischen Basis- und Komfortleistungen unterschieden: Nur die Basisleistungen, die dem Umfang der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) ähneln, lassen sich voll anrechnen. Komfortleistungen wie Chefarztbehandlung oder Einbettzimmer sind hingegen nicht steuerlich absetzbar. Das bedeutet, je umfangreicher und exklusiver Ihr Tarif ist, desto geringer ist der absetzbare Anteil – und das kann die Steuerlast erhöhen.

Was sind Komfortleistungen?

Komfortleistungen in der privaten Krankenversicherung (PKV) umfassen zusätzliche Leistungen, die über die Grundversorgung hinausgehen und auf spezielle Wünsche zugeschnitten sind. Dazu zählen etwa eine bevorzugte Unterbringung im Ein- oder Zweibettzimmer, eine Behandlung durch den Chefarzt, umfassende Zahnersatzleistungen und Kostenerstattungen für alternative Heilmethoden wie Homöopathie. Diese Extras erhöhen zwar die Qualität und den Komfort der medizinischen Versorgung, sind jedoch steuerlich nicht absetzbar. Im Gegensatz zu den Basisleistungen, die für alle PKV-Versicherten steuerlich berücksichtigt werden können, beeinflussen Komfortleistungen die Steuerlast negativ, weil sie das absetzbare Volumen des Beitrags verringern. Es lohnt sich also, bei der Wahl des PKV-Tarifs sorgfältig abzuwägen, welche Komfortleistungen für den individuellen Bedarf wirklich notwendig sind.

Komfort oder Steuerersparnis?
Daniel Ritzerfeld
Komfortleistungen erhöhen nicht nur die Qualität der Versorgung, sondern auch die Steuerlast. Welche Extras sind wirklich sinnvoll? Ich unterstütze Sie bei der Auswahl! Jetzt beraten lassen

Wie sehr sinkt das Nettogehalt bei einem Wechsel in die PKV?

Der Wechsel in die PKV kann sich spürbar auf das Nettogehalt auswirken, da der steuerlich absetzbare Anteil der Beiträge oft niedriger ist als in der GKV. Während in der GKV die Beiträge nahezu vollständig absetzbar sind, wird bei der PKV nur der Basisanteil berücksichtigt – Komfortleistungen wie Chefarztbehandlung oder Einbettzimmer bleiben außen vor. In der Praxis bedeutet das: Bei gleicher Beitragszahlung wie in der GKV fällt durch die geringere Absetzbarkeit der PKV-Beiträge eine höhere Lohnsteuer an. Für viele Versicherte kann das monatlich ein paar hundert Euro weniger im Portemonnaie bedeuten. Wer sich über diese Unterschiede im Klaren ist, kann jedoch mit einer klugen Tarifwahl die steuerlichen Nachteile begrenzen und so unnötige Einbußen beim Nettoeinkommen vermeiden.

Rechenbeispiel: Um wieviel sinkt das Nettogehalt bei einem Wechsel von der GKV in die PKV?

Ein Rechenbeispiel: Tim ist 37 Jahre alt und hat ein Bruttoeinkommen von 7.000 Euro bei 12 Gehältern. Tim ist kinderlos, zahlt keine Kirchensteuer und ist als Lediger in der Steuerklasse 1. Als Grundlage nehmen wir seine bisherige Mitgliedschaft in der gesetzlichen Krankenversicherung, hier die AOK NordWest. Diese hat einen Zusatzbeitrag in Höhe von 1,89 %.

Daraus ergeben sich folgende Eckdaten:

  • Lohnsteuer: 1.516 Euro
  • Solidaritätszuschlag: 0,61 Euro
  • Verbleibendes Netto von 4.195,69 Euro

In diesem Rechenbeispiel wurde keine privaten Krankenzusatzversicherungen berücksichtigt, wie Krankentagegeld, Chefarzt/Zweibettzimmer, ambulante oder zahnärztliche Leistungen. Berücksichtigt man diese, kommen noch 70 bis 90 Euro dazu.

Jetzt vergleichen wir dies mit den Zahlen nach einem Wechsel in die Private Krankenversicherung. Zum Vergleich wurden zwei Premiumtarife verglichen – einen mit und einen ohne Selbstbeteiligung:

  • Selbstbeteiligung 30 %, max. 1.500 Euro
  • Einbettzimmer
  • Wahlleistung Chefarzt/Privatarzt
  • Über die Honorargrenzen der gesetzlichen Gebührenordnung
  • Offener Hilfsmittelkatalog
  • Zahnersatzleistungen 75 %
  • Krankentagegeld 160 Euro
  • Beitragsentlastungstarif (555 Euro)

Der Beitrag ist vergleichbar mit dem in der gesetzlichen Krankenversicherung. Dabei sind die Leistungen aber natürlich unterschiedlich. Dabei liegt der Beitrag für die Pflegepflicht jedoch mit 69,78 Euro deutlich unter dem der gesetzlichen Krankenversicherung (119,02 Euro), obwohl die Leistungen identisch sind.

Nichtsdestotrotz sinkt das Nettoeinkommen von 4.195,69 Euro (GKV) auf 4.057,32 Euro (PKV) – also um 138,37 Euro.

Wie kommt nun der geringere Nettolohn genau zustande? Dafür werfen wir einen genaueren Blick in die Abrechnung:

  • Lohnsteuer: 1.644,66 Euro (also +128,66 Euro)
  • Solidaritätszuschlag: 15,92 Euro (also +15,31 Euro)

Bei diesen Werten sind Faktoren wie eine Beitragsrückerstattung, höhere Leistungen etc. noch nicht berücksichtigt. Oben wurden bei der GKV die privaten Zusatzversicherungen ebenfalls nicht berücksichtigt.

Wie wirken sich Beitragsreduzierungen durch Selbstbehaltserhöhungen auf die Steuer aus?

Eine Möglichkeit, die monatlichen PKV-Beiträge zu senken, ist die Erhöhung des Selbstbehalts – also des Anteils, den Sie im Krankheitsfall selbst tragen. Diese Reduzierung des Beitrags wirkt sich jedoch auch auf die steuerliche Abzugsfähigkeit aus: Da der steuerlich anrechenbare Betrag sinkt, kann es zu einer höheren Steuerlast kommen. Zwar sparen Sie monatlich durch die geringeren Beiträge, doch die tatsächliche Entlastung fällt aufgrund der niedrigeren steuerlichen Abzugsfähigkeit oft geringer aus als erwartet. Eine höhere Selbstbeteiligung sollte daher immer sorgfältig abgewogen werden, da sie zwar kurzfristige Einsparungen bietet, langfristig jedoch zu einem niedrigeren Nettoeinkommen führt. Als Versicherungsexperte für PKV in Düsseldorf unterstütze ich Sie dabei, die Vor- und Nachteile einer Selbstbehaltserhöhung unter Berücksichtigung Ihrer individuellen Steuer- und Finanzsituation zu bewerten.

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Daniel Ritzerfeld
Es gibt Wege, den Steuernachteil der PKV zu reduzieren. Ich helfe Ihnen, einen Tarif zu finden, der steuerlich optimal zu Ihnen passt. Jetzt Termin sichern

Kann der Steuernachteil gemindert werden?

Ja, der Steuernachteil in der PKV lässt sich mindern – und als Ihr Versicherungsmakler unterstütze ich Sie dabei gerne Schritt für Schritt. Zunächst schauen wir uns gemeinsam die Tarifoptionen an, um den Anteil an Basisleistungen zu maximieren, da diese steuerlich voll absetzbar sind. Gleichzeitig prüfen wir, wie wir die Komfortleistungen so anpassen können, dass sie nicht unnötig Ihre Lohnsteuer erhöhen. Ein weiterer Punkt, den wir besprechen werden, ist die Wahl eines Tarifs mit höherem Selbstbehalt: Das kann oft nicht nur die Beiträge senken, sondern auch Ihre Steuerlast reduzieren. Und nicht zuletzt berücksichtigen wir den Arbeitgeberzuschuss, um Ihre Beiträge zu entlasten und das Nettoeinkommen stabil zu halten. Gemeinsam finden wir eine für Sie passende Lösung, die Ihnen den optimalen Schutz bietet und gleichzeitig steuerlich sinnvoll ist.

Höhere Lohnsteuer nach Wechsel in die PKV: Was ändert sich am Jahresende?

Am Jahresende kommen zusätzliche steuerliche Aspekte ins Spiel, die bei der privaten Krankenversicherung (PKV) eine wichtige Rolle spielen. Falls Ihre PKV eine Beitragsrückerstattung gewährt – zum Beispiel als Belohnung für Leistungsfreiheit –, mindert diese Erstattung den steuerlich absetzbaren Betrag. Das bedeutet, dass Sie am Ende des Jahres weniger Vorsorgeaufwand geltend machen können, was die Steuerlast zusätzlich erhöht. Für Versicherte mit hohen Steuersätzen sind diese Rückerstattungen und ihre Auswirkungen oft spürbar. Es lohnt sich daher, die Jahresendabrechnung genau zu prüfen und gegebenenfalls mit mir als Ihr Berater zu klären, welche Optimierungsmöglichkeiten bestehen.

Kann man dieses “Steuerproblem” verhindern?

Dieses „Steuerproblem“ lässt sich zwar nicht vollständig vermeiden, aber durch eine clevere Tarifwahl lässt sich der steuerliche Nachteil reduzieren. Entscheiden Sie sich beispielsweise für einen PKV-Tarif, der weniger Komfortleistungen enthält, steigt der Anteil des steuerlich absetzbaren Beitrags. Zudem sollten Sie gemeinsam mit Ihrem Steuerberater prüfen, welche Optionen sich langfristig günstig auf Ihre Steuerlast auswirken. So behalten Sie Ihre Steuerabgaben besser im Griff und profitieren gleichzeitig von einem individuell angepassten Versicherungsschutz.

Höhere Lohnsteuer nach Wechsel in die PKV: So planen Sie richtig!

Wer die steuerlichen Auswirkungen bei einem Wechsel in die private Krankenversicherung (PKV) kennt, kann gezielt planen und Überraschungen vermeiden. Entscheidend ist, einen Tarif zu wählen, der möglichst viele Basisleistungen enthält, denn nur diese sind steuerlich absetzbar. Darüber hinaus lohnt es sich, verschiedene Tarifvarianten mit unterschiedlichen Selbstbehalten zu prüfen, um ein optimales Verhältnis zwischen Prämienhöhe und Steuerbelastung zu finden. Eine enge Abstimmung mit dem Steuerberater kann bei der optimalen Ausnutzung der Steuervorteile und der Begrenzung der Steuerbelastung hilfreich sein. Mit einer sorgfältigen Planung gelingt es uns, dass Sie die Vorteile der privaten Krankenversicherung nutzen, ohne unnötig auf Nettoeinkommen verzichten zu müssen.

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Daniel Ritzerfeld – Dein Versicherungsmakler in Düsseldorf und Experte für private Krankenversicherungen (PKV)

Daniel Ritzerfeld ist Versicherungsmakler aus Leidenschaft. Seit über 25 Jahren steht das Versicherungsbüro Ritzerfeld & Partner in Düsseldorf für Kompetenz und Vertrauen in der Versicherungsbranche. Mit dem Abschluss als Bachelor of Arts in Versicherungswesen an der TH Köln kann er eine solide Basis für eine exzellente Kundenberatung vorweisen.

Als erfahrener Versicherungsmakler in Düsseldorf hat sich Daniel Ritzerfeld unter anderem auf die private Krankenversicherung spezialisiert und ist stolz darauf, über 500 positive Bewertungen von zufriedenen Kunden erhalten zu haben. Diese Bewertungen spiegeln sein Engagement und seine Fachkenntnis wider und belegen die unkomplizierte Online-Beratung, die er anbietet.

Daniel und sein Team von Ritzerfeld & Partner arbeiten mit über 100 Versicherern zusammen, um ihren Kunden eine große Auswahl und maßgeschneiderte Lösungen anbieten zu können.

Bei Daniel Ritzerfeld trifft Fachwissen auf langjährigen Kundenservice und Innovation im Versicherungsbereich. Vertraue einem Experten, der weiß, wie wichtig die richtige Absicherung für Deine berufliche und persönliche Zukunft ist.

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